Merken An einem schwülen Julitag stand ich in der Küche, das Fenster weit geöffnet, und suchte nach etwas, das nicht den Herd heiß machen musste. Eine Dose Thunfisch, Zitronen vom Baum im Garten und Erbsen aus der Gefriertruhe fanden sich zusammen, und plötzlich war da diese leuchtende Mischung, die mich an den Mittelmeer erinnerte, wo ich diese Kombination das erste Mal probiert hatte.
Ich erinnere mich an den Nachmittag, als ich dieses Salat zu einem letzten Treffen mit Freunden vor dem Umzug mitbrachte. Jemand sagte beiläufig, dass er nicht besonders viel mag, aber dann aß er drei Portionen und wollte wissen, welches Geheimnis in der Marinade steckt.
Zutaten
- 250 g kurze Pasta: Fusilli, Penne oder Schmetterlinge eignen sich perfekt, weil sie die Marinade in jeder Kurve halten
- Salz für das Kochwasser: Das Wasser muss so salzig sein wie das Meer, damit die Pasta Geschmack von innen heraus bekommt
- 1 Tasse gefrorene Erbsen: Die Süße der Erbsen spielt wunderbar gegen die Säure der Zitrone auf
- 2 Dosen Thunfisch in Olivenöl: Thunfisch im Olivenöl hat mehr Geschmack als der im Wasser, und dieses Öl ist viel zu schade, um wegzugießen
- 1 kleine rote Zwiebel: Fein gewürfelt gibt sie scharfe Bisse, die mit jedem Tag im Kühlschrank milder werden
- 1/4 Tasse frische Petersilie: Die frische Kräuter sind nicht optional, sie sind das, was dem Salat Leben gibt
- 2 EL frischer Dill: Dill und Fisch sind eine Partnerschaft, die niemals enttäuscht
- Abrieb und Saft einer großen Zitrone: Beides, denn der Abrieb bringt die Öle, der Saft bringt die Säure
- 3 EL natives Olivenöl: Ein hochwertiges Öl, das den Salat am Ende zusammenhält
- 1/2 TL schwarzer Pfeffer: Frisch gemahlen hat er mehr Würze als alles andere
- 1/2 TL Meersalz: Oder mehr nach Geschmack, denn Thunfisch und Zitrone brauchen diesen Kontrast
Zubereitung
- Pasta und Erbsen kochen:
- Bring einen großen Topf mit gut gesalzenem Wasser zum Kochen und gib die Pasta dazu. In den letzten zwei Minuten die gefrorenen Erbsen dazugeben, abgießen und sofort unter kaltem Wasser abkühlen lassen, damit sie bissfest bleiben.
- Die Aromenbasis mischen:
- In einer großen Schüssel den Thunfisch, die fein gewürfelte rote Zwiebel, Petersilie, Dill, Zitronenabrieb und Zitronensaft vermengen und etwas ziehen lassen, damit die Zwiebel ihre Schärfe verliert.
- Alles vereinen:
- Die gekühlte Pasta und Erbsen zur Schüssel geben, mit Olivenöl, Salz und Pfeffer würzen und vorsichtig umheben, bis jeder Nudelstrang von der Marinade umschmeichelt wird.
- Optional verfeinern und servieren:
- Kapern und Kirschtomaten unterheben, nochmal probieren und bei Bedarf mit mehr Zitronensaft oder Salz abschmecken, dann sofort servieren oder bis zu zwei Tage im Kühlschrank ziehen lassen.
Merken Nach einem anstrengenden Arbeitstag, als ich keine Energie zum Kochen hatte, griff ich zum Rest dieses Salats im Kühlschrank. Er hatte sich über Nacht noch besser entwickelt, und ich erinnerte mich, warum Gerichte, die ziehen dürfen, oft die besten sind.
Die Kunst des Marinierens
Je länger dieser Salat zieht, desto mehr verschmelzen die Aromen. Die Zwiebeln werden milder, die Pasta nimmt mehr Geschmack auf, und was ursprünglich wie eine einfache Mischung erschien, wird zu etwas Komplexem und Rundheitem.
Die Pasta Wahl
Kleine Formen mit vielen Ecken und Kanten eignen sich am besten, weil sie die Marinade in jeder Kurve halten. Fusilli war meine erste Wahl, aber Schmetterlinge haben einen gewissen Charme, der das Ganze etwas verspielter macht.
Variationen und Anpassungen
Manchmal tausche ich die Petersilie gegen Basilikum aus, wenn der Sommer voll auf der Terrasse tobt. Einmal habe ich geröstete Paprikawürfel dazugegeben, was dem Salat eine ganz neue Tiefe gab.
- Füge eine Handbag Arugula hinzu, für einen peppigen Kontrast
- Gefüllte Oliven, halbiert, bringen salzige Tiefe
- Ein Spritzer Balsamico-Essessenz gibt eine süß-saure Note, die überrascht
Merken Dieser Salat ist einfach, aber erinnert mich daran, dass die besten Gerichte oft die sind, die Zeit zum Entwickeln haben.